Navigation

Glossar & Lexikon

ADAT

Die ADAT (Alesis Digital Audio Tape)-Schnittstelle ist eine Standard-Schnittstelle im digitalen Mehrspur-Bereich. Acht digitale Audio-Kanäle werden gleichzeitig über ein Lichtleiterkabel gesendet. Für jeweils einen ADAT Ein- und Ausgang ist ein Digitalkabel notwendig. Eine sehr nützliche Verbindungsart, da acht analoge Kabel durch ein Glasfaserkabel ersetzt werden. Dies erspart aufwendige Verkabelungen.

Ad lib

Kommt vom lateinischen „ad libitum“ und bedeutet wörtlich „nach Belieben“. Bezeichnet vor allem bei Sängern improvisierte Phrasen und Einwürfe (z.B. Einwürfe wie „Uhh“ und „Yeah“).

ADSR

Hüllkurven mit ADSR-Charakteristik sind in den meisten Synthesizern zu finden. Sie besitzen 4 Parameter, die ihren Verlauf bestimmen: Attack, Decay, Sustain und Release.

AES/EBU

AES/EBU (Audio Engineering and European Broadcasting Union) ist ein digitaler Standard für Studio-Geräte. Das Datensignal wird symmetrisch mittels XLR-Stecker und speziellen HF-Datenkabel übertragen. Im Prinzip unterscheidet es sich nicht vom S/PDIF.

Aftertouch

Die meisten modernen MIDI-Keyboards besitzen die Fähigkeit, Aftertouch-Meldungen zu erzeugen. Drückt man bei einem derartigen Keyboard eine bereits gehaltene Note fest hinunter, so generiert dieser „Nachdruck“ MIDI-Meldungen. Dies kann dazu verwendet werden um dem Klangcharakter zusätzliche Ausdruckskraft (z.B. durch Vibrato) zu verleihen.

Akkord

Werden mehrere Töne einer Tonleiter gleichzeitig gespielt, spricht man von einem Akkord. Die „Minimalanforderung“ ist dabei die Verwendung von Grundton, dritter und fünfter Stufe. Damit erhält man den Grundakkord einer Tonart. Erweiterte Akkorde können auch „entlegenere“ Töne der Tonleiter enthalten, z.B. die zweite oder siebte Stufe (Septakkord).

Aliasing

Aliasing ist ein Effekt, der auftritt, wenn ein Signal mit zu niedriger Samplingrate ab- getastet wird. Frequenzen oberhalb der halben Samplingrate tauchen hierbei im hörbaren Bereich wieder auf und machen sich meist störend bemerkbar. Aliasing entsteht auch durch Verzerrung des digitalen Signals, wenn die hierdurch hinzukommenden Obertöne höher als die halbe Samplingrate sind.

Amplifier

= engl. Verstärker. Ein Baustein, der die Lautstärke eines Signals anhand eines Steu- erelements verändert.

Analyzer

Der Analyzer zerlegt eingehendes Audiomaterial in die verschiedenen Frequenzbänder und stellt diese mit Angabe ihrer Amplitude grafisch dar; ein Analyzer hilft nur, um gravierende technische Fehler zu entdecken oder um die allgemeine Verteilung der Frequenzen zu beurteilen, er ersetzt auf keinen Fall die Ohren!

Arpeggiator

Aus dem italienischen „Arpeggio“ = „harfengleich“. Ein Arpeggiator ist ein Gerät, das einen eingehenden Akkord in seine Einzeltöne zer- legt und rhythmisch wiederholt. Dabei lassen sich meist verschiedene Wiederholmuster vorgeben, um einen weiten Anwendungsbereich zu erfassen. Typische Parameter eines Arpeggiators sind Oktavbereich, Richtung, Geschwindigkeit und Notenlänge. Einige Arpeggiatoren bieten feste oder frei programmierbare Rhythmusfiguren.

Arrangement

Ursprünglich die Bearbeitung einer Komposition für eine bestimmte Besetzung (z.B. Orchester oder Bigband). Im heutigen Sprachgebrauch ist damit der grundsätzliche Aufbau und Ablauf eines Musikstücks gemeint.

Artikulation

Die Art und Weise, mit der eine Melodie von einem Instrument oder einer Stimme interpretiert wird. Dazu gehören Notenlänge, Dynamik, Verschleifen von mehreren Tönen, Umspielen von Tönen, usw.

ASIO

ASIO (Audio Streaming Input Output) ist eine von Steinberg entwickelte Treiberar- chitektur für Audiokarten zur optimalen Einbindung in Musiksoftwareprogramme. ASIO ermöglicht die für die praktische Aufnahme und Wiedergabe niedrigen Latenzzeiten.

Attack

Parameter einer Hüllkurve. Attack ist ein Begriff für die Anstiegsgeschwindigkeit einer Hüllkurve von ihrem Startwert bis zur Maximalauslenkung. Die Attackphase beginnt unmittelbar nach Eingang eines Triggersignals, z.B. Betätigung einer Note auf der Tastatur.

Audiointerface

Audiointerfaces haben die Aufgabe, Tonsignale in einer guten Qualität in den Rechner hineinzuführen (Analog-Digital-Wandlung) und ebenso wieder aus dem Rechner herauszuführen (Digital-Analog-Wandlung). Im Gegensatz zu im Rechner integrierten Soundkarten bieten Audiointerfaces sowohl qualitative als auch treibertechnische Vorteile und bieten die notwendigen Anschlüsse für Mikrofone etc.

AudioUnit

AudioUnit (AU) ist ein Apple-eigenes Plug-In-Format, welches ausschliesslich unter Mac OS X-Betriebssystemen zum Einsatz kommt. Technisch ähnelt es dem VST-Format, auch hierbei kommen Effekt-Plug-Ins und virtuelle Instrumente zum Einsatz.

Auftakt

Töne, die vor der ersten betonten Zählzeit, bzw. dem Anfang des ersten Taktes einer musikalischen Phrase oder eines Patterns gespielt werden.

Backbeat

Bezeichnung für die typischerweise betonten Snaredrum-Zählzeiten auf 2 und 4 innerhalb von 4/4-taktigen Grooves.

Bandpass

Ein Bandpassfilter lässt nur Frequenzen in der Umgebung seiner Mittenfrequenz durch. Frequenzen darüber und darunter werden gedämpft.

Binärer Groove

Als binärer Rhythmus wird eine sogenannte rhythmische Zweiergruppe bezeichnet, also eine betonte Zählzeit und eine unbetonte. Die binären Grooves sind die Achtel-Beats wie Pop, Westcoast, Drum´n Bass, Techno, Disco etc. Siehe auch -> ternärer Groove.

Bit Bridge

Die Bit-Bridge-Technologie ermöglicht den Betrieb von 32-Bit-Plug-Ins in einer 64-Bit Host-Umgebung. Aufgrund technischer Beschränkungen bei dieser Art der Plug-In-Einbindung können aber unter Umständen Kompatibilitätsprobleme auftreten.

BPM

Steht für Beats per Minute und gibt die Schläge pro Minute als Zahlenwert an. BPM ist üblicherweise die Tempoangabe bei Audiosequenzerprogrammen.

Bit-Rate

Auch als "Wort-Länge" bezeichnet, gibt Anzahl der verwendeten Bits je Sample an. Je höher die Bit-Anzahl, desto feiner die Auflösung eines Signals, aber umso mehr Speicherplatz braucht auch die entsprechende Datei auf der Festplatte. Normale Au- dio-CDs nutzen 16 Bit, im Musikproduktionsbereich wird oftmals mit 24 Bit gearbei- tet. Cubase unterstützt die volle 24 Bit- Auflösung der angeschlossenen Audio- Hardware und arbeitet intern sogar mit 32-Bit-Floatingpoint-Auflösung.

Bridge

Engl. „Brücke“; ein musikalischer Teil in einer Komposition, der zwei andere - zumeist Strophe und Refrain - kompositorisch und textlich miteinander verbinden soll. Der Text der Bridge kann je nach Bedarf über den Songablauf gleich bleiben oder variieren und wird in Abhängigkeit davon mehr zur Strophe oder mehr zum Refrain gehörig empfunden.

Buffer Size

Engl. Puffergröße. Siehe auch -> Latenz.

Bus

Der Bus ist eine Sammelschiene, auf der (Audio-)Signale zusammengeführt und weitergeleitet werden. In Sequenzerprogrammen ist zum Beispiel ein (Sub-)Gruppenkanal oder der Masterkanal ein Bus.

Bypass

Engl. „Umgehung“ bezeichnet in der Tontechnik das unbearbeitete Passieren des Signals, z.B. in Effektgeräten. Die meisten modernen Hard- und Software-Effekte besitzen eine Bypass-Funktion in Form eines Schalters und lassen sehr bequem den Vergleich zwischen unbearbeitetem und bearbeitetem Signal zu.

Channel Strip

Siehe auch PreAmp.

Chorus

Ein Chorus-Effekt entsteht bei der Verwendung von Kammfiltern, die leicht verstimmte Doppelungen des Eingangssignals erzeugen und diese dem Ausgangssignal wieder hinzumischen. Das Ergebnis klingt wie ein Gemisch aus mehreren Klängen, ähnlich einem Chor im Verhältnis zu einer Einzelstimme. Deswegen auch die Bezeichnung Chorus. Die Verstimmung erzeugt ein interner LFO, der in Geschwindigkeit und Stärke eingestellt werden kann.

Clipping

Clipping ist eine Verzerrung, die auftritt, sobald ein Signalpegel seine maximal zu- lässige Obergrenze überschreitet.

Comping

Kunstwort aus Compositing und Editing. Als Comping im technischen Sinne bezeichnet man das Zusammenstellen mehrerer Ausschnitte aus verschiedenen Aufnahme-Takes.

Copy & Paste

Damit ist die zeitsparende „Kopieren & Einfügen“-Funktion gemeint, die heutzutage alle Computerprogramme ermöglichen. Bei der Arbeit mit einem Audiosequenzer meint Copy & Paste das schnelle Kopieren eines aufgenommenen Audio-Events oder MIDI-Parts und Einfügen an andere Stelle (beispielsweise mit den Tastaturkommandos STRG + C und STRG + V).

DDP

DDP steht für Disc Description Protocol und ist ein Container Format, welches die Daten zur Herstellung von CDs oder DVDs beinhaltet. DDP ist ein wesentlich sicherer Weg einem Presswerk die Audiodaten zu übergeben als Audio-CDs, da die Datensicherheit verifiziert werden und damit einen fehlerfreien Transport, egal ob über Internet oder mit Datenträger, garantieren kann.

De-Esser

Ein De-Esser reduziert automatisch unnötige S- und Zischlaute in einer Sprach- oder Gesangsaufnahme. Im Grunde ist der De-Esser ein frequenzgesteuerter Kompressor. Zu extreme De-Esser-Einstellungen äußern sich in einem lispelnden Stimmbild.

Decay

Parameter einer Hüllkurve. Decay bezeichnet die Absinkgeschwindigkeit einer Hüllkurve unmittelbar nach Erreichen des Maximalwertes. Die Decay-Phase schließt sich unmittelbar an die Attack-Phase an. Sie endet, wenn die Hüllkurve ihren mit Sustain eingestellten Haltepegel erreicht hat.

Dezibel

Dezibel ist die Einheit für Pegel. 1 dB gilt als der kleinste noch hörbare Lautstärken- unterschied. Dezibel ist eine logarithmische Einheit, 6 dBu sind eine Verdopplung (Spannung). +12dBu heisst also Pegelvervierfachung und –6dBu Halbierung der Spannung. Bei Leistung (Watt) halbiert und verdoppelt sie sich bei 3 db. Bei Schalldruck halbiert oder verdoppelt sich die empfundene Lautstärke bei 10 db.

Dithering

„Dithern“ ist eine Methode, mit der Quantisierungsfehler in Digitalaufnahmen verringert werden können. Die zugrundeliegende Theorie besagt, dass an Stellen mit sehr niedrigem Pegel nur einige Bits zur Wiedergabe des Signals verwendet werden, was zu Quantisierungsfehlern und dann zu hörbaren Verzerrungen führen kann. Beim Abschneiden von Bits (wenn die Auflösung beispielsweise beim Audio- Export von 24 auf 16 Bit verringert wird) wird ein Rauschen zur ansonsten einwandfreien Aufnahme hinzugefügt. Wenn dieses Rauschen mit einem extrem niedrigen Pegel hinzugefügt wird, werden die Quantisierungsfehler verdeckt.

DolbyDigital AC3

Das wohl am meisten verbreitete Mehrkanal-Tonformat. Dabei liegen die sechs digitalen Tonspuren (5 + 1) separat vor, allerdings in einem datenreduzierten Format (ähnlich mp3). Der Terminus „5.1“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass gleichzeitig die sechs verschiedenen Kanäle angesteuert werden können; 2 Front Speaker, 2 Surround Rear Speaker und ein Center-Kanal ergeben die 5 Ton- kanäle (5.x), die auf die meist kreisförmig um den Zuhörer aufgestellten Lautsprecher verteilt werden, während der sechste Kanal das tieffrequente LFE (Low Frequency Effects)-Signal für den Subwoofer enthält (x.1).

Dopplung

Beim Doppeln wird eine Audioaufnahme mindestens zweimal eingesungen oder eingespielt, um ein präsenteres und räumlicheres Klangbild zu erhalten, ohne dabei unnatürlich zu wirken. Durch leichte Verstimmungen und rhythmische Ungenauig- keiten der zweiten Aufnahme entstehen die dabei notwendigen Klangunterschiede. Der typische Dopplungs-Effekt ist nicht durch -Copy & Paste zu erreichen.

DTS

Vom Prinzip her gleich strukturiert wie DolbyDigital (ebenfalls sechs Tonkanäle mit der gleichen Lautsprecheraufteilung) bietet DTS (Digital Theater System) einen entscheidenden Vorteil: die Datenrate des digitalen Signals ist höher und somit eine niedrigere Kompression nötig – die Wiedergabequalität ist hierbei besser. Der Nachteil: DTS ist nicht so verbreitet wie DolbyDigital und darf nicht als alleiniges Tonformat auf eine DVD geschrieben werden.

Duole

Eine Duole ist eine Abfolge von zwei Noten gleicher Länge, die in ihrer Dauer identisch sind mit einer Abfolge von drei Noten mit ungerader Zählzeit (3/4 Takt). Siehe auch Triole.

Dynamik

In der Tontechnik wird damit der Abstand zwischen lautestem und leisestem Signal bezeichnet. In einer digitalen Umgebung ist der theoretisch lauteste Signalanteil 0 dB. Durch Dynamikverringerung (z.B. mit Kompression) und anschließender Pegelanhebung kann ein Audiosignal subjektiv lauter gemacht werden. Musikalisch bezieht sich der Begriff auf Lautstärke- und Intensitätsunterschiede innerhalb eines Musikstücks und reicht von „pianissimo “ bis „fortissimo“.

Encoding

Den Vorgang der Datenkompression (von Audio oder Video-Daten) bezeichnet man als Encoding, das spätere „Zurückrechnen“ beim Abspielen dieser Daten wird Decoding genannt. Encoding ist immer verlustbehaftet, d.h. es müssen Daten weggelassen werden, um eine kleinere Dateigröße zu erreichen. Ziel des Encodings ist es also, das Bild- und Tonmaterial so in seinem Datenvolumen zu reduzieren und in eine neues Format zu bringen, dass: - die maximale Datenrate des Medienträgers bei der Wiedergabe nicht überschritten wird - ein konformes genormtes Format erreicht wird, was von allen dafür geeigneten Wiedergabe-Geräten erkannt und abgespielt werden kann - trotzdem eine optimale Qualität erreicht wird und Verluste beim Encoding auf ein Minimum beschränkt werden.

Extended Version

Eine verlängerte Fassung eines Musikstücks. In den 1980er Jahren gab es als verkaufsfördernde Maßnahme von Singletiteln oft noch „Maxi-Singles“ im LP-Format und mit 45 UpM (Umdrehungen pro Minute), welche dann eine oder mehrere Extended Versions der ursprünglichen Single enthielten. Oft wurde nur ein zusätzlicher Instrumental-Teil zur künstlichen Verlängerung eingebaut, teilweise waren diese Extended Versions aber auch kleine Kunstwerke, praktisch Neuinterpretationen des Originals (z.B. Frankie Goes To Hollywoods „Rage Hard).

Extro / Outro

Das Gegenteil vom Intro befindet sich am Songende und dient der Beendigung des Songs.

Faltungshall

Im Gegensatz zum algorithmischen Hall, der durch rechnerisch erzeugte Reflexionen bestimmte Raumtypen nachbildet, basiert der Faltungshall auf einer akustischen „Aufnahme“ eines real existierenden Raumes. Durch Erzeugen eines Impulses (z.B. Dirac-Stoß oder Sinussweep) kann der individuelle Nachhall jedes beliebigen Raumes per Mikrofon (Stereomikrofonie) als Impulsantwort aufgenommen werden. Mit diesem individuellen Raumklang kann dann im Faltungshall jedes Audiosignal versehen werden. Dieses Audiosignal soll theoretisch dann so klingen, als wäre das Ereignis in dem entsprechenden Raum passiert. Praktisch klingt es bei akustischen Signalen jedoch nicht so. Die Hörperspektive entspricht der Mikrofonposition (Stereomikrofonie) bei der Impulsanwort-Aufnahme.

Filter

Ein Filter ist ein Bauteil innerhalb eines Synthesizers oder Equalizers, das Signalanteile je nach Frequenz durchlässt oder sperrt. Die wichtigsten Filtertypen sind Tiefpass (Lowpass), Hochpass (Highpass), Bandpass und Bandsperre (Notch). Ein Tiefpass bei- spielsweise dämpft alle Frequenzen oberhalb der Filtereckfrequenz (Cutoff) und lässt die tieferen Frequenzen passieren. Die Filtereckfrequenz kann zusätzlich mit Hilfe von Resonanz betont werden. Dabei werden die Frequenzen in unmittelbarer Nähe der Cutoff-Frequenz angehoben, was im Extremfall zu Eigenresonanz führt, bei der die angehobenen Frequenzen lauter werden können als die eigentliche Grundfrequenz des bearbeiteten Tones. Filter werden oft auch als separate Module/ PlugIns zum Bearbeiten von Audiosignalen eingesetzt.

Filterfrequenz

Die Filterfrequenz (engl. Cutoff) ist eine wichtige Kenngröße von Filtern. Ein Tiefpassfilter dämpft Signalanteile oberhalb dieser Frequenz. Signalanteile, die darunter liegen werden unbearbeitet durchgelassen.

Flam

Ein Doppelschlag auf eine Trommel.

Flanger

Der Flanger-Effekt ähnelt sehr dem Chorus, jedoch erzeugt er zusätzlich eine Rückkopplung, die das Ausgangssignal wieder in den Eingang leitet, so dass stärkere Verstimmungen und Klangfärbungen entstehen. Bei extremen Einstellungen kann man einen pfeifenartigen Klang vernehmen, der typisch für den Flanger-Effekt ist.

Formant

Als Formanten werden bei Instrumenten diejenigen Frequenzen bezeichnet, die besonders starke Amplituden im Frequenzspektrum aufweisen. Oft sind sie so extrem, dass sie unangenehm auffallen und durch den EQ abgesenkt werden. Formanten dürfen aber nicht mit Resonanzfrequenzen verwechselt werden.

Gain

Anhebung oder Absenkung des Pegels eines Audiosignals. Meist in Zusammenhang mit der Aussteuerung eines Mikrofons oder Instruments bei der Aufnahme. Auch reg- ler bei einem Equalizer zum Anheben oder Abschwächen eines bestimmten Frequenzbereichs.

Gate

Oft auch als Noise Gate bezeichnet. Dynamik-Effekt zum Ausblenden von Audiosi- gnalen, die unter einen einstellbaren Schwellenwert (Threshold) fallen. Gates wer- den oft zum Ausblenden von Übersprecheffekten bei der Schlagzeugaufnahme ein- gesetzt.

Ghost Note

Sehr leise gespielte, kaum hörbare Noten, die einer musikalischen Phrase oder einem Schlagzeuggroove dennoch Lebendigkeit und Intensität verleihen.

Goniometer

Eine Anzeige, welche die Beziehung der beiden Kanäle eines stereophonen Audiosignals darstellt. Damit lässt sich unter anderem die Basisbreite des Stereosignals und die Richtung, aus der Solisten aufgenommen wurden, lokalisieren. Ebenso lassen sich Fehler wie z.B. der Ausfall des linken Kanals oder phasenverkehrte Stereosignale erkennen.

Groove

Bezeichnet eigentlich die Rhythmik, wird aber mittlerweile im Zusammenhang mit dem Gesamtfeeling und der Wirkung eines Musikstücks verwendet.

Halbton

Als Halbton (Semitone) bezeichnet nennt man den Tonabstand der kleinen Sekunde (große Sekunden = Ganzton). In der gleichschwebend temperierten Stimmung entspricht ein Halbton 1/12 Oktave.

Half-Time

Verlangsamte Rhythmik, die den Eindruck eines halbierten Tempos erweckt.

Headroom

Als Headroom bezeichnet man die Pegelreserve vom lautesten Signal einer Audio- quelle zur dynamischen Obergrenze des Mediums (0 dBFs bei Digitalaufnahmen). Eine Überschreitung dieser Grenze führt zum sogenannten Clipping. Viele Audio- Sequenzer arbeiten intern mit 32-Bit-FL-Auflösung und besitzen dadurch größere Pegelreserven. Trotzdem solle man beim Arbeiten mit Audiosignalen Clippings vermeiden.

Hookline

Akkordisches oder melodisches Motiv mit hohem Wiedererkennungswert (z.B. Van Halen: Introriff von „Jump“; Eminem: Saxophonlick auf „Without Me“, Europe: Introriff von „Final Countdown“).

Hüllkurve (eng. Envelope)

Eine Hüllkurve erzeugt ein zeitlich veränderliches Steuersignal. Sie wird hauptsäch- lich bei Synthesizern verwendet, um einen klangformenden Baustein (Oszillator oder Filter) innerhalb eines bestimmten Zeitraumes zu modulieren. Gestartet wird die Hüllkurve durch ein Triggersignal, meist eine MIDI-Note. Die klassische Form der Hüllkurve besteht aus vier getrennt einstellbaren Phasen: Attack, Decay, Sustain und Release. Sie wird daher auch als ADSR-Hüllkurve bezeichnet. Sobald ein Triggersi- gnal eintrifft, durchläuft die Hüllkurve die Attack- und Decay-Phase, bis sie den Su- stain-Pegel erreicht. Dieser wird dann solange gehalten, bis das Triggersignal (Note losgelassen) beendet wird. Danach geht sie in die Release-Phase über, die den Pegel bis zum Minimalwert absenkt.

Insert-Effekt

Insert-Effekte bearbeiten immer das komplette Audiosignal eines Kanals. Typische Insert-Effekte sind Kompressoren, NoiseGates, Overdrives oder EQs.

Interlude

Meist rein instrumentales Spiel (Solo) zwischen zwei Songbestandteilen. Vergleichbar mit der Bridge, harmonisch jedoch zumeist am Intro orientiert. Die Interlude wird oft mit einem bestimmten Instrument (Gitarre, Keyboardsolosound, Bläser oder manchmal Schlagzeug) gespielt.

Intervall

Der Abstand zwischen zwei Stufen einer Tonleiter. Abstand Intervall: 1 kleine Sekunde 2 große Sekunde 3 kleine Terz 4 große Terz 5 Quart 6 verminderte Quinte oder Tritonus 7 Quinte 8 übermäßige Quinte oder kleine Sext 9 große Sext 10 kleine Septime 11 große Septime

Intonation

Bezeichnet das Treffen von Tönen durch Sänger und Instrumentalisten, deren Instrumente keine absolut festen Tonhöhen haben, z.B. Streich- und Blasinstrumente.

Intro

Die Kurzform von Introduktion. Die Funktion des Intros ist die Einführung in die Songthematik bzw. Geschichte des Songs und soll beim Zuhörer Neugier und Spannung erwecken. Meist orientiert sich das Intro stimmungsmäßig am eigentlichen Song und enthält dessen prägnante Bestandteile (Harmonien, Rhythmik). Das Intro kann bei Bedarf aber auch vollkommen unabhängig vom eigentlichen Song agieren.

Kammfilter

Ein Kammfilter ist eigentlich ein sehr kurzes Delay, das in seiner Länge und seiner Rückkopplung (Feedback) verändert werden kann. Die Verzögerungszeit ist so kurz, dass man die einzelnen Wiederholungen des Signals nicht wahrnimmt, wohl aber eine Verfärbung des Originalsignals durch Spitzen und Löcher im Frequenzspektrum. Die Frequenz dieser Verfärbung wird durch die Verzögerungszeit eingestellt.

Korrelationsgradmesser

Messgerät, das die Phasenbeziehung beider Stereokanäle eines Audiosignals zeigt.

Latenz

Latenz bedeutet Verzögerung. Jedes Audiointerface hat eine prinzipbedingte Verzö- gerung bei der Eingabe- bzw. Ausgabe von Audiosignalen, die meist auch als Buffer Size bezeichnet wird. Eine Latenz ist in zwei Fällen störend: 1. Bei der Aufnahme von Audiosignalen und gleichzeitigem Abhören über das System. 2. Beim Einspielen von MIDI-Daten für virtuelle Klangerzeuger innerhalb des Rechners. ASIO-Treiber ermöglichen niedrige Latenzen.

Leadsheet

Das Leadsheet stellt eine schriftliche Aufzeichnung einer Komposition dar, in der außer Melodie und Begleitakkorden meist noch Hinweise für die Rhythmusgruppe notiert sind, interpretatorische Besonderheiten oder spezielle Anweisungen z.B. für Einleitung und Schluss eines Stückes. Die tatsächliche Spielweise bleibt hier - anders als bei ausnotierter Musik - dem Musiker überlassen.

Legato

Gebundene Spielweise: Werden Töne, ohne erkennbare Pause dazwischen hintereinander gespielt, so bezeichnet man diese Spielweise als „legato“.

LFO

LFO ist die Abkürzung für Low Frequency Oscillator (Niederfrequenzoszillator). Ein LFO erzeugt eine periodische Schwingung mit niedriger Frequenz und wählbaren Wellenformen. Er kann, genau wie eine Hüllkurve, zu Modulationszwecken benutzt werden.

Library

Bedeutet eigentlich „Bibliothek“, im musikalischen Sinne „Klang-Bibliothek“. Im Zusammenhang mit virtuellen Instrumenten ist damit deren Sammlung verfügbarer Sounds gemeint, zum Beispiel eine Drum Library oder eine Orchester Library.

Lick

Eine - im Gegensatz zum Riff - einstimmige Instrumentalphrase. Der Begriff Lick wird oft in Zusammenhang mit Blasinstrumenten verwendet.

Mastering

Die richtige Bezeichnung ist eigentlich Premastering. Hierbei handelt es sich um eine klangliche und technische Finalisierung eines Musikstücks nach der Tonmischung und vor der Tonträgerherstellung. Offensichtlichste Maßnahme beim Mastering ist die Erhöhung der Lautheit und eine damit verbundene, subjektive Klangverbesserung. Aber auch technische Inhalte wie Monokompatibilität, Korrelationsgradprüfung etc. gehören dazu. Mastering stellt hohe Anforderungen an den Ausführenden sowie das Equipment und die Abhörumgebung.

MIDI

MIDI ist die Abkürzung für „Musical Instrument Digital Interface“, was soviel heißt wie Digital-Schnittstelle für Musikinstrumente. Es wurde Anfang der 1980er Jahre entwickelt, um elektronische Musikinstrumente verschiedener Bauarten und Hersteller miteinander zu verbinden. Gab es bis zu diesem Zeitpunkt keine einheitliche Norm für die Verkopplung mehrerer Klangerzeuger, so stellte MIDI einen entscheidenden Fortschritt dar. Von nun an war es möglich, mittels einfacher und immer gleicher Verbindungsleitungen alle Geräte untereinander zu verbinden. Die grundsätzliche Vorgehensweise ist dabei folgende: Es wird immer ein Sender mit einem oder mehreren Empfängern verbunden. Soll beispielsweise ein Computer einen Synthesizer spielen, so ist der Computer der Sender und der Synthesizer der Empfänger. Zu diesem Zweck besitzen alle MIDI-Geräte, bis auf wenige Ausnahmen, zwei oder drei Anschlüsse: MIDI In, MIDI Out und ggf. MIDI Thru. Das sendende Gerät gibt die Informationen über seinen MIDI Out Anschluss an die Außenwelt. Über ein Kabel werden die Daten an den MIDI In Anschluss des Empfängers weitergeleitet. Eine Sonderbedeutung hat der MIDI Thru Anschluss. Er ermöglicht es erst, dass ein Sender mehrere Empfänger erreicht. Er arbeitet derart, dass er das eingehende Signal unverändert wieder zur Verfügung stellt. Ein weiteres Empfangsgerät wird dann einfach dort angeschlossen. Durch dieses Verfahren ergibt sich eine Kette, mit der ein Sender und mehrere Empfänger verbunden sind. Es ist natürlich wünschenswert, dass der Sender jedes einzelne Gerät getrennt ansprechen kann. Daher muss dafür gesorgt werden, dass sich die einzelnen Geräte untereinander an gewisse Spielregeln halten.

MIDI Kanal

Wichtiger Bestandteil der meisten Meldungen. Ein Empfangsgerät reagiert nur dann auf eingehende Meldungen, wenn sein eingestellter Empfangskanal identisch mit dem Sendekanal der Meldung ist. Dies ermöglicht die gezielte Informationsübertra- gung an einen Empfänger. Der MIDI-Kanal ist im Bereich 1 bis 16 wählbar. Darüber hinaus kann ein Gerät auf Omni geschaltet werden. Dadurch empfängt es auf allen 16 Kanälen.

MIDI-Clock

Die MIDI Clock-Meldung bestimmt durch ihr zeitliches Auftreten das Tempo eines Stückes. Sie dient dazu, zeitabhängige Vorgänge zu synchronisieren.

Modulation (im musikalischen Sinn)

Überführung eines Musikstückes oder eines Teiles davon in eine andere Tonart. Beispiel: Manche Songs aus dem Pop- und Schlagerbereich haben Endrefrains, die aus dramaturgischen Gründen aufwärts transponiert, d.h. nach oben verschoben werden. Diese Verschiebung erfolgt zum Teil abrupt oder durch eine Modulation eingeleitet. In der klassischen Musik (z.B. bei Johann Sebastian Bach) sind diese Überleitungen in andere Tonarten häufig zu finden und bereits Teil der kompositorischen Struktur

Modulation im (technische Sinne)

Bei Synthesizern ist die Modulation die Beeinflussung eines klangformenden Bausteins durch eine sogenannte Modulationsquelle. Als Modulationsquellen werden im allgemeinen LFO, Hüllkurven oder sonstige Steuerungseinheiten benutzt. Das Modu- lationsziel, also der beeinflusste Klangbaustein, kann z.B. ein Oszillator, ein Filter oder ein Verstärker sein. Eine der bekanntesten Modulationen ist die Steuerung des Filter-Cutoff mit dem Modulationsrad eines Keyboards.

Monitor

Umgangssprachliche Bezeichnung für 1. Computerbildschirm oder 2. Studio-Abhörlautsprecher.

MPEG

MPEG (Abkürzung für Moving Picture Experts Group) ist eine Gruppe von Experten, die sich mit der Standardisierung von Videokompression und den dazugehörenden Bereichen, wie Audiokompression oder Containerformaten, beschäftigt. Oftmals wurden Ideen der International Telecommunication Union (ITU) aufgegriffen, erweitert und verbessert.

MPEG Audio Layer 3

Umgangssprachlich als MP3 bezeichnetes Datenreduktionsverfahren für Audiosignale.

Nondestruktive Bearbeitung

Bearbeitungen in Audiosequenzern lassen sich wieder rückgängig machen. In diesem Fall spricht man von non- oder nichtdestruktiver Bearbeitung.

Normalisieren

Ist ein veraltetes Werkzeug aus der 16 Bit-Ära. Da die Digital-Analog-Wandler zu dieser Zeit noch relativ schlechte Rauschspannungsabstaende hatten, verringerte man den Headroom, um dadurch das Rauschen zu vermindern. In heutigen 24 Bit-Zeiten wird es nur noch verwendet, um Samples auf einen gleichen Peakwert zu bringen.

Oszillator

Der Oszillator ist die eigentliche klangerzeugende Komponente eines Synthesizers. Er liefert das Signal, welches anschließend von den restlichen Bausteinen des Synthesizers verändert wird. In den frühen Tagen der elektronischen Klangsynthese entdeckte ein gewisser Robert A. Moog, dass die meisten Klänge von akustischen Instrumenten mit abstrakten elektronischen Wellenformen nachgebildet werden konnten. Nicht dass Robert der erste Mensch war, der dies herausfand, aber er war der erste, der diese Wellenformen durch elektrische Schaltkreise erzeugte, diese in ein Gehäuse packte und das ganze als Musikinstrument kommerziell vermarktete. Was er letztendlich in seine Synthesizer „hineinpackte“, waren die allseits bekannten Wellenformen Sägezahn (sawtooth), Rechteck (square) und Dreieck (triangle). Dies ist sicherlich nur eine kleine Auswahl aus der nahezu unendlichen Vielfalt an erzeugbaren Wellen, trotzdem beinhaltet fast jeder Synthesizer auch diese klassischen Wellenformen. Selbstverständlich zuzüglich anderer ebenso klassischer Wellenformen wie der Pulswelle (praktisch der „Vater“ aller Rechteckwellen) und der Sinus-Welle (die nach der weltbekannten Fourier-Theorie Bestandteil aller anderen Wellenform ist).

Pad

Ein Pad ist ein flächiger Sound mit weichem Ein- und Ausklang und meist gedämpften Obertönen.miest erzeugt von einem Synthesizer. Er fügt sich meistens unauffällig in ein Arrangement ein und macht dieses breit und voll. Oftmals auch als Stringpad bezeichnet, wenn es mehr wie ein akustisches Streicherensemble klingt (klingen soll).

Panning

Bezeichnet die Panoramaposition eines Klanges im Stereobild.

Patchbay

Eine Patchbay ist ein Steckfeld an dem in der Regel alle Ein– und Ausgänge der im Studio vorhandenen Geräte anliegen. An der oberen Buchse-Reihe liegen die Ausgänge und an der unteren Reihe die Eingänge der Geräte an. Man kann mittels sogenannter Patchkabel die Ein- und Ausgänge beliebig miteinander verbinden; gewisse Verbindungen sind in der Regel fest (z.B. Bus Outs an die Eingänge der Recordingmaschine) und werden nur in Ausnahmesituationen geändert, sie sind daher „hard-patched“.

Pattern

Engl.: Muster, musikalische Einheit bestehend aus einer Melodiephrase, einem Rhythmusmuster oder einer Akkordfolge

Peak

Pegelspitze; der lauteste Anteil eines Audiosignals.

Pitchbend

Pitchbend ist eine MIDI-Meldung. Obwohl die Pitchbend-Meldung (Tonhöhenbeugung) funktionell den Control-Change Meldungen sehr ähnlich ist, stellt sie einen eigenen Meldungstyp dar. Die Begründung liegt vor allem darin, dass die Pitchbend-Meldung mit wesentlich feinerer Auflösung übertragen wird als „normale“ Controller. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass das menschliche Gehör äußerst sensibel für Änderungen der Tonhöhe ist.

Playback

Im Zusammenhang einer Musikproduktion die instrumentale Version eines Songs. Musiker oder Sänger spielen bzw. singen bei der Aufnahme ihre Parts oft zu Playbacks, die als rhythmisches und melodisches Grundgerüst dienen. Bei der Musikaufführungen (TV oder auf der Bühne) bezeichnet das Playback die Wiedergabe des gesamten Songs, während die Musiker nur Statistenfunktion besitzen. Beim Halbplayback kommt die Musik vom Band, Gesang und evtl. einzelne Instrumente werde aber live gespielt. Die jüngere Generation bezeichnet ein Playback übrigens oft als „Beat“.

Plosivlaute

Das sind Konsonanten (u.a. P, K, und T), deren Aussprache mit einer explosionsarti- gen Freisetzung von Luft verbunden sind. Dieser Luftstrom beeinflusst bei Gesangs- oder Sprachaufnahmen negativ die Aufnahmequalität, weil die Plosivlaute überbe- tont dargestellt werden. Abhilfe schafft hierbei ein Poppschutz.

Plug-In

Software, welche als eigenständiges Modul innerhalb eines Audiosequenzers läuft und der Signalverarbeitung (Effekt-Plug-In) oder der Klangerzeugung (Virtuelles Instrumenten Plug-In) dient. Es gibt verschiedene Plug-In-Formate, das bekannteste ist Steinbergs VST-Schnittstelle. Weiterhin gibt es auch AudioUnit (nur Mac), RTAS/TDM/AAX (Pro Tools) und das Rack Extension-Format für Propellerhead Reason.

Poppschutz

Vorrichtung zur Reduzierung von sogenannten Plosivlauten wie „P“, „K“ und „T“ bei der Gesangsaufnahme. Besteht meist aus zwei sehr dünnen Gewebebahnen, die von beiden Seiten über einen, oft runden Rahmen gespannt sind und die vor einem Gesangsmikrofon befestigt werden. Behelf: Damestrumpf über einen rundgebogenen Drahtkleiderbügel ziehen und in ca. 1cm Abstand vor dem Mikrophon befestigen. Es gibt auch Poppschutzvorrichtungen aus feinem Metallgitter.

Portamento

Stufenlose Änderung der Tonhöhe von einer Note zur Nächsten. Je höher der Portamento-Wert, desto langsamer ändert sich die Tonhöhe. Bei einem sehr großen Portamento-Wert dauert es eine gewisse Zeit, bevor die Zieltonhöhe erreicht ist. Portamento wird oft auch als „Glide“ bezeichnet.

Pre-Amp

Die englische Kurzform für PreAmplifier oder Vorverstärker. Meist ist hiermit ein separater Vorverstärker für Mikrofonsignale gemeint. Ist dieser mit zusätzlichen Baugruppen wie Equalizer und Kompressor ausgestattet, spricht man auch von einem Channel Strip.

Program Change

MIDI-Meldung zum Umschalten des Klangprogrammes. Erlaubt ist die Auswahl zwischen Programmnummer 1 bis 128.

Punktierung

In unserer westlichen Standard-Notenschrift verlängert ein Punkt hinter einer Note deren Länge um die Hälfte. Beispiel: Punktierte Viertelnote = anderthalb Viertel oder drei Achtel, Punktierte Achtelnote = anderthalb Achtel oder drei Sechzehntel.

Quantisierung

Einstellbare Timingkorrektur, bei der aufgezeichnete Midi- oder Audio-Events vom Sequenzer auf die nächstliegende Zählzeit verschoben wird. Eine harte Quantisierung klingt meist unmusikalisch. Moderne Sequenzer bietet aus diesem Grund unterschiedliche Quantisierungstechniken an, um Noten dynamisch an das Taktraster anzupassen.

Rechteck-Welle

Die Rechteckwelle ist eine spezielle Wellenform, die aus einer Pulswelle mit 50%iger Pulsbreite resultiert. Das bedeutet, dass die positive Auslenkung gleich der negativen Auslenkung der Welle ist. Eine Pulswelle kann natürlich auch andere Pulsbreiten besitzen. Ab jetzt behandeln wir die Rechteckwelle als eigenständige Wellenform. Die Rechteckwelle besitzt nur ungerade Harmonische, wobei deren Lautstärken in einem bestimmten Verhältnis abnehmen. Die erste Harmonische hat noch die volle Lautstärke, die dritte nur noch ein Drittel, die Fünfte ein Fünftel usw. Ursprünglich war die Rechteckwelle innerhalb eines Synthesizers zur Erzeugung von Holzbläsern und Akkordeons gedacht. Sie enthalten nämlich einen Hohlraum, der ein bestimmtes Luftvolumen fassen kann. Der Spieler „schickt“ nun Luft in dieses System und bringt es damit zum Schwingen. Diese Schwingung erfolgt symmetrisch und erzeugt so einen hohlen, nasalen Klang.

Red Book

Das so genannte Red Book-Standard für Audio-CDs schreibt eine Samplerate von 44,1 kHz und eine Auflösung von 16 Bit vor, damit sich Audio-CDs in diesem Format auf CD-Playern etc. abspielen lassen. Es macht auch kaum Sinn, ein Master mit höherer Samplerate zu erstellen, da es für die Audio-CD wieder herunterkonvertiert werden muß und dabei Rundungsfehler entstehen können, die sich eventuell als akustische Artefakte bemerkbar machen.

Refrain

Enthält im Gegensatz zur Strophe fast immer den gleichen textlichen und kompositorischen Inhalt. Er vermittelt in Kurzform die Botschaft, die Quintessenz des Songs. Der Refrain besitzt zumeist eine eingängige, leicht nachvollziehbare Melodie und/oder eine prägnante Textphrase und wird innerhalb des Songs meist mehrfach wiederholt. Er sorgt so für einen hohen Wiedererkennungswert eines Songs.

Release

Parameter einer Hüllkurve. Bezeichnet die Absinkgeschwindigkeit der Hüllkurve auf ihren Minimalwert, nachdem das Triggersignal beendet wird. Die Release-Phase beginnt dann unabhängig davon, an welche Stelle die Hüllkurve sich zu diesem Zeitpunkt gerade befindet, also z.B. auch in der Attack-Phase.

Remix

Ein Remix ist wörtlich gesehen eine neue Abmischung eines bereits fertigen Musikstücks auf der Basis seiner Einzelbestandteile. Wurden in den 1980er-Jahren für einem Remix noch meist viele Originalbestandteile verwendet, so findet man heute oft nur Bruchstücke (Hookline, Instrumentenphrasen), um die herum praktisch ein neuer Song aufgebaut wird.

Resonanz

Die Resonanz ist ein wichtiger Filterparameter. Sie betont einen schmalen Bereich um die Filterfrequenz herum, was eine Lautstärkeanhebung aller Frequenzen in diesem Bereich bewirkt. Die Resonanz ist ein beliebtes Mittel der Klangverfremdung. Erhöht man die Resonanz sehr stark, so gerät das Filter in Eigenschwingung und generiert eine relativ saubere Sinusschwingung.

Resonanzfrequenz

Als Resonanzfrequenz wird ein Frequernzbereich bezeichnet der, z.B. in einem Raum eine stehende Welle erzeugt (Raummode). Das koennen je nach Raumgeometrie und Seitenverhältnisse mehrere Frequenzbereiche sein. Auch jedes Musikinstrument und jeder Klangkörper hat eine oder auch mehrere Resonanzfrequenzen, dadurch erhalten diese ihren charakteristischen Klang.

Reverb

Der Reverb- oder Halleffekt gehört wohl zu den bekanntesten Effekten überhaupt. In erster Linie soll er dem meist trockenen und nüchternen Studiosound eine möglichst realistische Raumatmosphäre aufprägen. Um die Komplexität eines natürlichen Halls zu erreichen, sind aufwändige Rechenprozesse notwendig, so dass gute Hardware-Raumsimulatoren leicht mehrere tausend Euro kosten können.

Riff

Eine nachvollziehbare, zumeist mehrstimmige Instrumentalphrase.

Ringing

Unter Ringing versteht man, wenn ein EQ mit relativ kleiner Güte und hoher Verstärkung zur Selbstoszillation neigt. Die Frequenz, die man am EQ eingestellt hat, schwingt länger nach als das Audiosignal, das den EQ durchläuft.

Ringmodulation

Aus technischer Sicht stellt die Ringmodulation die Multiplikation zweier Oszillator-Signale dar. Das Ergebnis ist eine Wellenforn, welche die Summen- und Differenzanteile der zugrundeliegenden Frequenzkomponenten enthält. Da die Ringmodulation disharmonische Anteile erzeugt, eignet sie sich zur Erzeugung metallisch verzerrter Klänge, wie sie z.B. bei synthetischen Schlaginstrumenten vorkommen. Man sollte beachten, dass sich in einer komplexen Wellenform alle harmonischen Einzelkomponenten wie interagierende Sinuswellen verhalten. Das Ergebnis ist in diesem Fall ein Klang, der weite Spektralbereiche überstreicht.

Routing

Routing bezeichnet den Signalfluss beispielsweise eines Audiosignals innerhalb eines analogen oder digitalen Systems.

S/P-DIF

Digitaler Standard für den Consumer Bereich. S/P-DIF (Sony/Philips-Digital InterFace) wird über zwei verschiedene Datenleitungen übertragen.

Sägezahnwelle

Die Sägezahnwelle ist die bekannteste Synthesizer-Wellenform. Sie enthält alle Obertöne, wobei deren Lautstärken sich in einem bestimmten Verhältnis verringern. Das bedeutet, dass die erste Partiale (der Grundton) die volle Lautstärke hat, die zweite Partiale (der erste Oberton) die Hälfte, die dritte Partiale nur noch ein Drittel usw. Ursprünglich war die Sägezahnwelle innerhalb eines Synthesizers zur Erzeugung von Streicher- und Bläserklängen gedacht. Man kann die Ähnlichkeit des akustischen Vorbildes und seines elektronischen Pendants gut am Beispiel einer Violine erklären. Man stelle sich vor, der Geigenbogen streicht in einer Richtung langsam über eine Saite. Bis zu einem bestimmten Punkt wird die Saite dabei "mitgezogen" und schnellt dann in Richtung ihrer Ausgangsposition zurück. Aber der Bogen erfasst die Saite weiter und zieht sie wieder mit sich. Das "Ergebnis" ist eine Welle, die Ähnlichkeit mit den Zähnen einer Säge hat - eben die Sägezahnwelle. Ähnliches gilt für ein Blasinstrument. Die Saiten sind in diesem Fall die menschlichen Lippen, der Bogen ist die Luft. Die Lippen bewegen sich durch den Druck der Luft bis zu einem bestimmten Punkt und "schnellen" dann abrupt zurück in ihre Ausgangsposition.

Sample Rate

Die in der Einheit Hertz (Hz) gemessene Samplingrate gibt an, durch wie viele Ab- tastvorgänge (Samples) in einer Sekunde das analoge Audiosignal digital dargestellt wird. Normale Audio-CDs nutzen eine Rate von 44100 Samples pro Sekunde, also 44.1 kHz (44100 Hz). Weitere gängige Sampleraten sind 48 kHz (48000 HZ; im Broadcastbereich) sowie 96 kHz (96000 Hz; DVD Audio).

Send-Effekt

Send-Effekte bearbeiten im Gegensatz zu den Insert-Effekten nicht das ganze Signal, sondern mischen ihr Effektsignal dem regulären Audiosignal hinzu. In der Praxis wird das so geregelt, dass ein Teil des Originalsignals in das entsprechende Effektgerät/Plug-In (mittels der Send-Wege) geleitet wird, dort ein Effektsignal erzeugt, welches wiederum der Summe zugemischt wird. Also gibt es praktisch zwei Signale: das trockene Originalssignal und das reine Effektsignal. Typische Send-Effekte sind Hall, Delay, Chorus oder Flanger.

Sidechain

Bei einem Kompressor oder anderen dynamikbearbeitenden Effekten wird in der Regel das Nutzsignal selber auch als Steuersignal verwendet. D.h. die Lautstärke eines Signals löst beim Durchlaufen eines Dynamikprozessors und Überschreiten des dort eingestellten Thresholds die eigentliche Bearbeitung aus. Oft ist es jedoch sinnvoller, wenn ein anderes Signal als Steuersignal genutzt werden kann. Über einen separaten Eingang in ein Dynamik-Plug-In, den „Sidechain“, kann man Audiosignale von ausgewählten Kanälen zur Steuerung des Effektes verwenden.

Sinuswelle

Die Sinuswelle ist der reinste Ton, der erzeugt werden kann. Sie basiert auf nur einer Harmonischen und besitzt keine Obertöne. Kein akustisches Musikinstrument kann eine reine Sinuswelle erzeugen, allein der Klang eines Dudelsacks kommt ihr nahe. Aus diesem Grund klingt eine Sinuswelle für unser Ohr auch etwas unnatürlich. Trotzdem kann die Sinuswelle eine interessante Bereicherung bei der Erzeugung bestimmter harmonischer Frequenzen sein, während andere Oszillatoren gleichzeitig komplexere Wellenformen spielen. Unentbehrlich ist sie als FM-Quelle oder -Ziel bei der Frequenzmodulation. Sinuswellen sind die Grundlage jeder anderen Wellenform. Es läßt sich nämlich jede Wellenform als die Summe von wenigen bis vielen Sinusschwingungen mit unterschiedlichen Frequenzen und Lautstärken definieren. Diese Sinuswellen werden als sogenannte Teiltöne oder Partiale bezeichnet. Bei den meisten Wellenformen ist die Partiale mit der tiefsten Frequenz ausschlaggebend für die Tonhöhe des gesamten Klanges, weshalb dieser Teilton auch als Grundton bezeichnet wird. Alle andere Teiltöne heißen Obertöne, weil sie oberhalb der Frequenz des Grundtons liegen. Die zweite Partiale ist demnach der erste Oberton.

Snare Roll

Eine schnelle Abfolge von Trommelschlägen.

Solo

Das Solo als Songbestandteil ist ein rein instrumentaler Abschnitt im Songablauf. Das Solo wird oft mit einem bestimmten Instrument (Gitarre, Keyboardsolosound, Bläser oder manchmal Schlagzeug) gespielt.

Staccato

Bezeichnet eine Spielweise, bei der Töne nur ganz kurz gespielt werden.

Strophe

Die Strophen eines Songs bleiben über die Dauer eines Songs kompositorisch zumeist unverändert, textlich sollte jede Strophe einen anderen Inhalt haben, eventuell eine andere Seite der inhaltlichen Thematik des Songs beleuchten, also quasi dessen Geschichte erzählen. Die Strophe erzeugt eine Spannung, die auf den folgenden Refrain hinausläuft, der die textliche Hauptbotschaft des Songs trägt.

Stufenakkord

Die Töne einer Tonleiter werden auch als Stufen bezeichnet. Werden Dreiklänge, also Akkorde aus den Stufen einer Tonleiter aufgebaut, spricht man von Stufenakkorden. Diese befinden sich alle in derselben harmonischen Umgebung. Innerhalb von Pop-Songs werden häufig nur Stufenakkorde verwendet.

Sustain

Parameter einer Hüllkurve. Sustain bezeichnet den Haltepegel einer Hüllkurve, der nach Durchlaufen der Attack- und Decay-Phase erreicht wird. Er wird solange gehalten, bis das Triggersignal beendet wird.

Swing Faktor

Der bei vielen Sequenzern einstellbare Swing-Faktor verschiebt die unbetonte Zählzeit eines binären Grooves in Richtung zweite unbetonte Zählzeit eines ternären Grooves. Dadurch wirkt der Groove ein wenig „gehetzt“ und so energiegeladener.

Symmetrische Leitungsführung

Im Gegensatz zum unsymmetrischen Signalweg basiert die symmetrische Signalführung auf einer doppelten Signalübertragung mit einer Abschirmung. Hierbei ist die Masse bzw. das negative Potential nicht für die Signalübertragung notwendig, sondern dient ausschließlich zur Abschirmung der Adern. Das Prinzip der symmetrischen Signalführung ist etwas aufwendiger gestaltet. Beide Adern führen zwar das gleiche Signal, allerdings sind beide Adern zueinander um 180° phasengedreht; der symmetrische Eingangsverstärker bearbeitet nun beide Signale und dreht eine signalleitende Ader wieder um 180° - beide Adern haben nun die gleiche Phasenlage und addieren sich somit. Störgeräusche hingegen werden auf beiden Signalleitungen mit der gleichen Phasenlage übertragen; da das Signal aber im Eingangsverstärker um 180° gedreht wird, löschen sie sich somit gegeneinander aus.

Synkope

Betonung einer normalerweise unbetonten Zählzeit.

Synthesizer

Ein Synthesizer ist ein Musikinstrument, welches auf elektronischem Wege per additiver oder subtraktiver Klangsynthese Töne erzeugt. Man unterscheidet zwischen analogen und digitalen Synthesizer.

SysEx-Daten

Systemexklusive MIDI-Daten stellen den Zugang zum Innersten eines MIDI-Gerätes dar. Sie ermöglichen den Zugriff auf Daten und Funktionen, die sonst durch keine anderen MIDI-Meldungen repräsentiert werden. „Exklusiv“ heißt auch, dass die hier genannten Daten nur für einen einzigen Gerätetyp gelten. Jedes Gerät hat also seine eigenen systemexklusiven Daten. Die häufigsten Einsatzgebiete für diesen Datentyp sind das Übertragen kompletter Speicherinhalte und die vollständige Gerätesteuerung durch einen Computer.

T-DIF

T-DIF (Tascam- Digital InterFace) ist ein spezieller digitaler Mehrspur-Standard aus dem Hause Tascam. Nur wenige Hardware-Hersteller übernahmen diesen Standard. Das digitale Signal wird über Multitip-Stecker und ein spezielles Multicore-Kabel übertragen.

Take

Einzelne Aufnahme einer bestimmten Stelle.

Talkback

Kommunikationskanal zwischen Regie- und Aufnahmeraum.

Ternärer Groove

Bei dieser Rhythmik, die auch triolisch genannt wird werden zwischen zwei Hauptzählzeiten nicht nur einer sondern zwei Schläge gezählt, so dass sich ein Dreier-Feeling ergibt. Aus „1-und-2-und-3-und-4 “ wird also „1-und-te-2-und-te-3-und-te-4-und-te-“, also eine betonte Zählzeit und zwei unbetonte. Diese Zählart ist auch Grundlage für alle Shuffle-Grooves, wie Swing und BeBop im Jazz, für Boogie und Blues sowie viele Hip-Hop Grooves. Deren treibendes Feeling entsteht dadurch, dass auf der mittleren Zählzeit keine Noten oder Schläge gespielt werden.

Threshold

Der Threshold (Englisch für Schwellenwert) ist einer der Hauptparameter bei den Dynamiktools Kompressor und Limiter. Der Threshold markiert dabei einen bestimmten Lautstärkewert des Audiosignals, ab dem dann eine entsprechende Bearbeitung stattfindet.

Tonart

In unserer westlich-abendländischen Musik gibt es insgesamt zwölf Töne, die sich über den gesamten Hörbereich immer wiederholen. Auf jedem dieser Töne lässt sich eine Tonleiter aus acht Tönen oder Stufen bilden. Weil sich die 8 Töne auf ein 12-Ton Raster verteilen, ergeben sich unterschiedliche Ton-Abstände oder Intervalle. Dabei wechseln Halbtöne (Töne liegen direkt nebeneinander) und Ganztöne (Töne haben eine Ton Abstand) in einem bestimmten Muster miteinander ab. Je nachdem wie diese verteilt sind, entsteht auf jedem Grundton entweder eine Dur- oder eine Molltonart. Insgesamt gibt es also schon mal 24 Tonarten, nämlich 12 Durtonarten und 12 Molltonarten. Weil jeder Ton aber in unserem so genannten „wohltemperierten“ System auch noch zwei Namen besitzt - und nicht nur deshalb - ist die Angelegenheit in Wahrheit ein bisschen komplexer und würde den Rahmen sprengen.

Transienten

Transienten sind sehr kurze, charakteristische Impulse in der Attack-Phase eines Au- diosignals. Sie sind für die Erkennung eines Instruments unerlässlich. Besonders der Klang perkussiver Instrumente wie Drums oder eine rhythmisch gespielte Gitarre enthalten viele Transienten, die es, je nach musikalischen und technischen Erforder- nissen, in einer Tonmischung entweder zu betonen oder zu kaschieren gilt.

Transponieren

Das Verschieben von Tönen, Akkorden oder eines ganzen Musikstückes nach oben oder unten.

Trigger

Ein Trigger ist ein Auslösesignal für Ereignisse. Die Natur des Triggersignals kann dabei sehr unterschiedlich sein. Beispielsweise kann eine MIDI-Note oder ein Audio-Signal als Trigger dienen. Das ausgelöste Ereignis kann ebenfalls sehr vielfältig sein. Eine häufig genutzte Anwendung ist das Triggern eines Sidechain-Effekts mittels eines Audiosignals.

Triole

Eine Triole ist eine Abfolge von drei Noten gleicher Länge, die in ihrer Dauer identisch sind mit einer Abfolge von zwei Noten mit gerader Zählzeit. Triolen werden unter anderem beim ternären Groove verwendet.

Trittschallfilter

Trittschall oder Körperschall im tiefen Frequenzbereich wirkt sich meist störend vor allem bei Gesangs- und Sprachaufnahmen aus. Aus diesem Grund bieten viele Mikrofone einen schaltbaren Trittschallfilter, der alle Frequenzen unterhalb von 80 Hz abschneidet. In diesem Bereich gibt es keine stimmrelevanten Informationen. Den gleichen Effekt erfüllt ein nachgeschalteter Lo-Cut-Equalizer bei 80 Hz.

Umkehrungen

Verschiedene Anordnungen von Tönen ein und desselben Akkordes, z.B. C-E-G, E-G-C, G-C-E

Unisono

Kommt aus dem Lateinischen, bedeutet wörtlich soviel wie „ein Klang“ und bezeichnet das Spielen von ein und derselben Melodie mit mehreren Instrumenten oder Stimmen gleichzeitig.

Unsymmetrische Leitungsführung

Der unsymmetrische Signalweg basiert auf einer zweiaderigen Signalführung; das eigentliche Signal wird über einen dünnen mehradrigen Kupferdraht geleitet. Dieser Kupferdraht wird durch eine Abschirmung ummantelt, die sowohl das negative Potential zur Signalführung ist, als auch zur Abschirmung benötigt wird. Unsymmetrische Signalleitungen haben den Nachteil, dass sie sehr anfällig gegen Einstreuungen sind. Bei hohem Signalpegel (Line Pegel) ist das noch nicht so tragisch, aber je schwächer der Pegel wird (z.B. Instrumentenpegel), desto stärker machen sich Störungen bemerkbar. Geräte mit unsymmetrischen Signalanschlüssen sind z.B. alle Consumer-HIFI-Geräte, elektrische Instrumente wie z.B. E-Gitarre, Synthesizer, Line Eingänge an Kleinstmischpulten, Insert Ein/ Ausgänge und Aux Send-Wege an Mischpulten, preiswertere Recording Systeme und Audio-Interfaces.

USB

Der Universal Serial Bus (USB) ist ein serielles Bussystem zur Verbindung eines Rechners (Windows PC und Apple) mit externen Geräten. Mit USB ausgestattete Geräte können im laufenden Betrieb miteinander verbunden (Hot-Plugging) und angeschlossene Geräte und deren Eigenschaften automatisch erkannt werden. Musikin- strumente mit USB-Anschluss übertragen meist MIDI- und Audiodaten über diese Schnittstelle.

VCA

VCA ist die Abkürzung für Voltage Controlled Amplifier. Ein VCA ist ein Baustein, der die Lautstärke eines Klanges anhand einer Steuerspannung beeinflußt. Dieses Steuersignal ist oft eine Hüllkurve oder ein LFO.

VCF

VCF ist die Abkürzung für Voltage Controlled Filter. Es stellt die besondere Bauform eines Filters dar, bei dem die Filterparameter anhand von Steuerspannungen beeinflußt werden können.

Velocity

Englisch für Anschlaggeschwindigkeit. Bei Keyboards die Fähigkeit, eine MIDI-Note mit veränderlicher Anschlagsgeschwindigkeit auszugeben, je nachdem, wie schnell/stark eine Taste gedrückt wurde. Dabei kann Velocity neben einer reinen Lautstärkeänderung oft auch andere Parameter wie z.B. Cutoff eines Filters steuern. Bei den meisten anschlagsdynamischen Tastaturen besteht die Möglichkeit, die An- schlagdynamik an die Spielweise und das Instrument anzupassen (Velocity Curve) oder gar auszuschalten.

Vocoder

Der Vocoder ist eine Hard- oder Software, die perkussiven Audiosignalen (z.B. Gesang, Sprache oder Drums) den klanglichen Charakter eines synthetischen Sounds aufprägt. Vocoder lassen sich oft tonal ansteuern und ermöglichen die Ausgabe von Melodielinien.

Voicing

Voicing kommt vom englischen Begriff voice leading (Stimmführung). Er bezeichnet einerseits die Verteilung von Akkordtönen eines einzigen Akkordes auf ein oder auch mehreren Instrumente oder Stimmen und andererseits die Melodielinien, die bei Akkordfolgen aus der Abfolge der Töne in den korrespondierenden Akkordpositionen (etwa Ober-, Mittel- und Unterstimme) ergeben. Die Stimmführung von Instrumenten sollte sich prinzipiell an der Hauptgesangsstimme orientieren und dabei Reibungen, bzw. Überalgerungen nach Möglichkeit ausschließen.

VST

Abkürzung für Virtual Studio Technology (Virtuelle Studio-Technik). 1996 von Steinberg im Zusammenhang mit Cubase VST zum ersten Mal verwendet. Als VST bezeichnet man umgangssprachlich auch alle nativen Effekt-PlugIns bzw. virtuelle Instrumente (auch VSTi).

Wavetable-Synthese

Eine in den 1970er Jahren von Wolfgang Palm entwickelte und von den Firmen PPG und Waldorf fortgesetzte Klangsynthese. Die Wavetable-Synthese vereint analogen Zugriff und digitale Vielfalt auf einfache Weise. Obwohl es sich bei der Wavetable-Synthese prinzipiell um eine Form der „Sample-Wiedergabe“ handelt, sollte man von diesem Begriff Abstand nehmen, da Arbeitsweise, Benutzung und Ergebnis meist völlig davon abweichen. Eine Wavetable kann bis zu 128 einzelne Waves enthalten Um das System der Wavetable-Tonerzeugung anschaulich zu erklären, folgt zunächst kurzer Überblick: Eine Wavetable ist eine Tabelle mit bis zu 128 einzelnen Wellenformen. Jede Wellenform zeichnet sich durch einen eigenen Klangcharakter aus. Das entscheidend andersartige an der Wavetable-Tonerzeugung ist jedoch die Möglichkeit, nicht nur eine einzelne Wellenform pro Oszillator abzuspielen, sondern mit Hilfe unterschiedlicher Modulationen auf verschiedene Wellenformen zuzugreifen oder im Verlauf des Klanges sogenannte Wellendurchläufe zu erzeugen, die dabei extrem fein interpoliert werden. So kann ein Klangbild entstehen, welches in keiner Weise mit Sample-Playern oder ähnlichem zu erzeugen wäre. Somit unterscheidet sich die Wavetable-Synthese gravierend von allen anderen Tonerzeugungssystemen.

Wortbreite

Auch als "Wort-Länge" bezeichnet, gibt Anzahl der verwendeten Bits je Sample an. Je höher die Bit-Anzahl, desto feiner die Auflösung eines Signals, aber umso mehr Speicherplatz braucht auch die entsprechende Datei auf der Festplatte. Normale Audio-CDs nutzen 16 Bit, im Musikproduktionsbereich wird oftmals mit 24 Bit gearbeitet. Moderne Sequenzer unterstützen die volle 24 Bit-Auflösung der angeschlossenen Audio-Hardware und arbeiten intern sogar mit höheren 32-Bit-Floatingpoint-Auflösung.

XLR

XLR-Stecker und -Buchsen sind Bestandteil der professionellen Studiotechnik. Über XLR werden sowohl Studio-Geräte als auch Mikrofone symmetrisch verkabelt. Im Gegensatz zum Klinkenstecker werden Sowohl Stecker (männlich) als auch Buchsen (weiblich) verwendet. Stecker werden ausschließlich für Ausgänge benutzt. Buchsen sind ausschließlich auf der zu empfangenden Seite zu finden.

Zählzeiten

Zeitraster eines Taktes bestehend aus ganzen, halben, Viertel-, Achtel-, usw. Noten.